Norbert Falk in der Fremdenlegion

Was hier erzählt wird, ist keineswegs der Phantasie des Autors entsprungen, alles beruht auf Tatsachen, auf volle Wahrheit! In den spannenden Schilderungen folgt der Leser dem Helden Norbert Falk durch seine gefahrvollen Abenteuer, erlebt mit ihm die Strapazen der Wüstenmärsche, die Kämpfe mit den fanatischen Berberstämmen in Afrika, mit den wilden, blutdürstigen Sakalawen auf Madagaskar, den berüchtigten Schwarzflaggen und Anamiten in Tongking, Indochina. Dem Leser ersteht hier ein Bild der sadistischen Menschenschindereien, wie sie die Offiziere der Legion an ihren Untergebenen üben, er hört die Schreie der Gemarterten, fühlt mit ihnen die Verzweiflung, Strapazen, Not, Qual, Kampf und entsetzliches Leiden und Sterben, schwere Arbeit und dabei unmenschliche Behandlung — das sind die Charakteristiken der französischen Fremdenlegion!

In den Jahren 1931-33 erschien die Heftreihe im Dresdner Mignon-Verlag in Fraktur und steht auf dieser Webseite erstmals in “neuer Schrift” zur Verfügung. Der Inhalt und die Rechtschreibung blieben unverändert. Das ermöglicht einen unverfälschten Einblick zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung.


Band 2 – In der Wüste verirrt

Die Legionäre hatten ihre Gewehre mit den aufgepflanzten Bajonetten am Riemen
um die Nacken gehängt und arbeiteten sich liegend mit Knien und Ellenbogen vorwärts.
Für diese Art der Fortbewegung waren vierhundert Meter eine verteufelt lange Strecke!
Aber sie schafften es. Leutnant Girand hob die Hand: Halt. Eine kurze Pause zum verschnaufen.
Jetzt konnte man die hinter den Zelten stehenden Pferde zählen und daraus auf die Zahl der
Berber schließen, die man vor sich hatte. Vierzehn. Also eine fast dreifache Übermacht.
Girand zögerte, das Zeichen zum Angriff zu geben. Sollte man es wagen —?
Nur ein kurzes Überlegen, dann hob er wieder die Hand: Vorwärts!



Format: ePub




Band 1 – Der Retter des Bataillons

„Delinquent und Exekutionspeleton zur Stelle.“
Kapitän Salaut, ein hagerer Mann von etwa vierzig Jahren mit kleinen, stechenden Augen,
die heimtückisch unter buschigen Brauen blickten und einem schwarzen Knebelbart ala
Napoleon III., hob flüchtig dankend die behandschuhte Rechte an den Schirm seines Käppis.
„Also wollen wir die Geschichte zu Ende bringen und den Kerl ins Jenseits befördern.“
Er ritt weiter und hielt etwa drei Schritte von Ottendorf entfernt sein Pferd an.
Mit einem kaum bemerkbaren, zynischen Lächeln sah er eine Weile auf den Unglücklichen
hinab, als weide er sich an dessen Anblick. Dann gab er dem Leutnant einen Wink.



Format: ePub